Ein Link pro Redaktion
Jede Redaktion sieht nur ihren Bereich. Kein gemeinsamer Ordner, in dem alle alles sehen — und keine Registrierung, die unter Zeitdruck niemand durchklickt.
Ein Presseportal ist kein hübscherer Download-Link. Es ist die Stelle, an der geregelt ist, wer was in welchem Umfang zu welchen Bedingungen bekommt — und an der das nachher noch nachvollziehbar ist.
Der übliche Weg sieht so aus: Das Spiel ist aus, die Redaktion schreibt „schick mal was", der Fotograf sucht fünf Bilder raus, packt sie in einen Transfer-Link und schickt ihn per Mail. Am nächsten Tag fragt eine zweite Redaktion. Und in drei Monaten weiß niemand mehr, welches Bild wo erschienen ist und was dafür vereinbart war.
Das funktioniert, solange es eine Redaktion und ein Spiel im Monat ist. Es funktioniert nicht mehr bei fünf Abnehmern und zwei Spieltagen pro Woche — und es funktioniert vor allem dann nicht, wenn jemand nachfragt, auf welcher Grundlage ein Bild verwendet wurde.
Jede Redaktion sieht nur ihren Bereich. Kein gemeinsamer Ordner, in dem alle alles sehen — und keine Registrierung, die unter Zeitdruck niemand durchklickt.
Zehn Bilder pro Spieltag heißt zehn Bilder pro Spieltag. Die Grenze steht im System, nicht in einer Mail von vor drei Monaten.
Zu jedem Download ist festgehalten, wer ihn wann gemacht hat und was dabei vereinbart war. Das ist der Unterschied zwischen „ich glaube schon" und einem Nachweis.
Kundengalerien — Pixieset, Pic-Time, picdrop, scrappbook — sind gut in dem, wofür sie gebaut wurden: eine Person sucht sich ihre eigenen Bilder aus. Braut, Familie, Portraitkunde. Die Frage „wie viele darf sie herunterladen" stellt sich dort selten, und „unter welcher Lizenz" fast nie.
Ein Presseportal hat es mit Organisationen zu tun. Damit ändern sich die Fragen:
| Frage | Kundengalerie | Presseportal |
|---|---|---|
| Wer lädt herunter? | Eine Person, meist einmalig | Mehrere Redakteure, laufend |
| Wie viel? | Was gekauft wurde | Kontingent pro Zeitraum, verlängerbar |
| Zu welchen Rechten? | Privat, meist implizit | Redaktionelle Nutzung, dokumentiert je Bild |
| Wann sichtbar? | Sofort nach Freigabe | Oft erst ab Termin (Sperrfrist) |
| Was zählt am Ende? | Der Verkauf | Der Nachweis |
Deshalb fühlt sich ein Kunden-Galerie-Tool für Presseauslieferung immer etwas verkehrt an: Es ist nicht schlecht gebaut, es beantwortet nur andere Fragen.
BildDepot ist für den Fall gebaut, dass Fotografen Redaktionen beliefern. Jede Redaktion bekommt ein eigenes Portal mit eigenem Zugang. Darin liegen die Galerien, die freigegeben wurden — mit Download-Kontingent pro Zeitraum und einer dokumentierten Lizenz zu jedem Bild.
Und weil das nicht in fremder Hand liegen muss: BildDepot lässt sich unter der eigenen Domain selbst hosten.
Ein Bereich, in dem eine Redaktion selbst herunterlädt, was sie braucht — mit eigenem Zugang, festgelegtem Kontingent und einer Lizenz, die zu jedem Download dokumentiert ist. Der Fotograf gibt frei, die Redaktion bedient sich. Kein Mail-Pingpong.
Eine Kundengalerie ist für eine Person gedacht, die ihre eigenen Bilder aussucht. Ein Presseportal ist für Organisationen: mehrere Redakteure, ein Kontingent pro Zeitraum, Nutzungsrechte je Bild und ein nachvollziehbarer Nachweis, wer wann was heruntergeladen hat.
Nein. Jede Redaktion bekommt einen eigenen Portal-Link, optional zusätzlich mit Passwort geschützt. Das senkt die Hürde: Wer unter Zeitdruck ein Bild braucht, will sich nicht registrieren.
Die Redaktion kann direkt im Portal mehr anfragen, der Fotograf genehmigt oder lehnt ab. Damit wird aus der Grenze ein Gesprächsanlass statt einer Sackgasse.
BildDepot ist in Arbeit. Trag dich ein, dann melden wir uns zum Start — und sonst nicht.